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Kupferstich Luther Dilherr Bibel von 1693

Kupferstich Luther Dilherr Bibel von 1693
2.100,00 EUR
incl. 19 % UST exkl.
Art.Nr.:1802
Lieferzeit: 1-2 Tage

Großformatige Prunk Bibel Heilige Schrift AT & NT Biblia Germanica von 1693

Dieses einzigartige Prunkstück einer Bibel ist mit seinen antiken Kupferstichen seinem handgeschöpften Büttenpapier und seinem Alter von 313 Jahren in seinem sehr guten - altersgemäß gepflegten Zustand - schon fast ein Unikat. Bei Kirchenwissenschaftler ist eine solch Großformatige bebilderte Bibel in diesem Erscheinungsjahr von 1693 als BIBLIA GERMANICA , Endter Bibel oder auch Dilherr Bibel bekannt - und ein gesuchtes Sammlerstück.

Die hier vorliegende Bibel ist soweit ersichtlich vollständig erhalten, inklusive dem Titelblatt welches unten die Jahreszahl 1693 aufweist. Auf dem Vorblatt sind ab 1817 handschriftliche Eintragungen (für uns leider nicht zu entziffern) und die unteren Ecken der Bibelblätter wurden bereits einmal restauriert.

Die Bibel hat die Maße Breite 26cm, Höhe 36cm und Dicke 12 cm.


Titel:

BIBLIA Das ist Die ganze Schrift Altes und Neues Testaments Teutsch

Herrn Doktor Martin Luthers

Mit den Summarien Herrn Johann Saubertis

und beygefügtem vielfältigem /lehrreichem Nutzen aller und jeder Kapiteln

von Herrn D.Salomon Blassen u. gezeigt; anjetzo aber / mit ganz neuen Kupfferstichen und schönen Figuren wie auch unterschiedlichen Registern geziert und mit Fleiß von neuem übersehen und verbessert;

Samt einer Vorrede

Herrn

Johann Michael Dilherns

Mit Chur - Fürstlichem Sächsischem Privilegio

Nürnberg

In Verlegung Johann Andreä Endters Seel.Söhne

MDC XCIII

Von 1613 bis 1792, also beinahe 2 Jahrhunderte lang, druckte die erfolgreiche Familie Endter in Nürnberg den Text von Luthers Bibel. Die Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Druckerei, sowie die Verkehrsgunst des Handelsplatzes Nürnberg veranlasste die sächsischen Herzöge, Ihre repräsentativen Bibel jenseits der eigenen Grenzen drucken und vertreiben zu lassen.

Die Dilherr-Bibel

Wegen des sehr hohen Aufwandes, den die Weimarer Bibel erfordert hatte, gab Wolfgang Endter der Ältere 1656 eine weitere Variante heraus, die unter der Verantwortung des eben genannten Nürnberger Pfarrers und Rhetorikers Johann Michael Dilherr (1604-1669) stand. Die Dilherr-Bibel garantierte den Endters die größten Erfolge, Von 1656 bis 1788 erschienen mindestens 32 Ausgaben. Sie bieten den reinen Text der Luther-Bibel fortlaufend, eignen sich demnach auch zum Vorlesen in der Familie und sind durch ihre in den Text eingestreuten zweispaltigen Holzschnitte Bilderbuch zugleich.
Georg Wolfgang Panzer ergänzt in seiner Geschichte der Nürnbergischen Ausgaben der Bibel: Vermuthlich wollte die Endterische Buchhandlung, die stark mit Bibeln handelte, noch eine Folioausgabe haben, dergleichen man damals zum Hausgottesdienst gerne hatte. Dieser Bibelausgaben bedient man sich meistens in den hiesigen Kirchen zu den öffentlichen Vorlesungen der Capitel, in den Frühmeßen, Früh und Vesper Chören. Ehehin brauchte man die Lüneburgischen dazu; die aber jetzt durch die Dilherrischen meistens verdrängt worden sind.

Wer es sich leisten wollte, nahm die Kupferstich-Lagen mit den 14 sächsischen Kurfürsten und Herzögen hinzu und hatte damit auch eine kleinere Kurfürstenbibel.
Ein sog. Frontispiz, ein den Haupttitel zierendes Bildblatt, das meist links von der Haupttitelseite eingebunden ist, kann bei einer Dilherr-Bibel oft der einzige Kupferstich - abgesehen von den Herrscher-Bildern, sein.

Ökonomisch wurde auch seitens der Druckerei vorgegangen. Man versah einzig und allein die Haupttitelseite unten mit dem Erscheinungsjahr. Alle anderen Zwischentitel blieben ohne Jahreszahl. So konnte man nicht nur diese Titelblätter weiterverwenden, wenn sie von einer früheren Auflage übrig geblieben waren. Man verfuhr auch so mit allen noch vorhandenen Bogen oder Lagen, insbesondere bei den Weimarer Bibeln mit den Kupfern.
Umgekehrt konnte es passieren, dass sich die zahlreich verwendeten Zierstücken (Initialen, Vignetten, Zierleisten. Rahmen der Textholzschnitte u.ä.), die als Holzschnitte mit dem Bleisatz zusammen gedruckt wurden, stärker abnutzten als die Bleibuchstaben und ausgetauscht werden mussten. Stand kein identisches Stück zur Verfügung, wich man auf andere Muster aus, so dass oft eine Auflage nicht in allen Exemplaren völlig identisch ist. Dies erschwert die Bestimmung von Fragmenten ungemein, da die Familienbibeln in Privatbesitz oft ihrer Titelblätter verlustig gingen.



 

Kupferstich Luther Dilherr Bibel von 1693 Kupferstich Luther Dilherr Bibel von 1693 Kupferstich Luther Dilherr Bibel von 1693 Kupferstich Luther Dilherr Bibel von 1693 Kupferstich Luther Dilherr Bibel von 1693



 
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